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Die Tagesschau – Zur Geschichte einer Nachrichtensendung

„Je nach Situation kommen Sie da nicht unbeschadet raus“
Die „Tagesschau“ in Kriegszeiten
Von Malte Werner, Seite 203-221
UVK Verlag
Krieg ist ein Geschäft und ein lohnendes dazu. Auch für das Fernsehen. Wenn Bomben fallen, Trümmer qualmen und Panzer über den Bildschirm rollen, dann schalten die Zuschauer den Fernseher ein. In Deutschland heißt das in den meisten Fällen: Sie schalten die Tagesschau ein. Es war keine Ausnahme, dass die Tagesschau bis Mitte August 1990, während des Truppenaufmarschs am Golf, an neun von 15 Tagen die meistgesehene deutschsprachige Fernsehsendung gewesen ist. Vor allen Unterhaltungssendungen. An vier weiteren Tagen lag sie auf Platz zwei. „In besonderen Krisensituationen schalten viele Zuschauer von der privat-kommerziellen Konkurrenz zu einem öffentlich-rechtlichen Anbieter wie der Tagesschau um“, erklärt Medienwissenschaftler Martin Löffelholz, Professor an der Technischen Universität Ilmenau. Mit ihrem weltumspannenden Korrespondentennetz hat sich die ARD eine gute Infrastruktur geschaffen, um schnell von jedem Brennpunkt dieser Erde fundiert berichten zu können. Und doch drohen Gefahren für die Qualität der ARD-Kriegsberichterstattung.  […]

Die längste „Tagesschau“ aller Zeiten
Der 11. September 2001
Von Christine Lübbers und Malte Werner, Seite 223-231

An dem Tag, als sich Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers in New York, ins Pentagon in Washington und in einen Acker in Pennsylvania bohren, bleibt die Welt einen Augenblick lang stehen. In den Nachrichtenredaktionen herrscht nach den ersten Schreckminuten konzentrierte Hektik. Für die Tagesschau wurde der 11. September 2001 „ein ziemlich chaotischer Tag“. 14.46 Uhr Mitteleuropäischer Zeit: Ein aus Boston kommendes Flugzeug rast in den Nordturm des World Trade Centers in New York. Ulrich Wickert ist gerade auf dem Heimweg von einem gemeinsamen Mittagessen mit dem stellvertretenden Chefredakteur der „Welt am Sonntag“. Zuhause angekommen, klingelt das Telefon. „Mich rief jemand von den Tagesthemen an und sagte, es sei ein Flugzeug in einen Turm des World Trade Centers geflogen und ich solle doch einfach mal schnell ins Büro kommen.“ Wickert denkt an einen Sportflieger und sucht Anzug, Hemd und Krawatte für die abendliche Moderation der Tagesthemen zusammen. Das Telefon klingelt erneut. „Meine Frau rief mich an und sagte: ’Du, da ist ein großes Flugzeug – oh Gott – da fliegt eins in den zweiten Turm’.“ Inzwischen ist es 15.04 Uhr. […]

Das sagen die anderen über unser Buch:

Klaus Kamps in Publizistik (Verlag für Sozialforschung):
– Wer sich für Fernsehnachrichten interessiert und keine allumfassende wissenschaftliche Abhandlung erwartet, der findet in dem Band eine unterhaltsame Lektüre.

– durchgängig angenehmene „Schreibe“

Frankfurter Rundschau:
– Im Vergleich zu anderen Sachbüchern imponieren die Beiträge nicht zuletzt in stilistischer Hinsicht

Alexander Weinlein in Das Parlament:
– Einen der inhaltlichen Schwerpunkte haben die Macher des Buches auf die Berichterstattung in Krisen-, Kriegs- und Katastrophenfällen gelegt. Und das mit gutem Grund

Auch die Heimatredaktion in Hamburg gelangt zuweilen an die Grenzen der sonst üblichen Qualität in der Berichterstattung, wie der Beitrag von Christine Lübbers und Malte Werner […] zeigt.
Präsentiert bekommt der Leser keine harte medienwissenschaftliche Kost, sondern ein journalistisch flott und -trotz prinzipieller Zuneigung zur „Mutter aller Nachrichtensendungen“ – durchaus kritische und ausgewogene Darstellung.

Tilmann Gangloff in der Stuttgarter Zeitung:
– Mal davon abgesehen, dass die Beiträge unglaublich informativ sind, gerade im Vergleich zu anderen Sachbüchern, imponieren sie nicht zuletzt in stilistischer Hinsicht.
– Mindestens so interessant wie die verschiedenen Vergleiche von damals und heute sind die Erinnerungen der Beteiligten an jene Momente, als sich die Sendung in journalistischen Grenzgebieten bewegte.

Auch in der taz und der HNA gibt es Beiträge zu dem Buch.

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